Der Sozialstaat in der (Finanz-) Krise – Podiumsdiskussion am 15. Oktober 2010 mit Fritz Kuhn u.a.

Im Rahmen der  vom „Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung“  organisierten Aktionswoche unter dem Motto  „Arme brauchen eine Lobby“  fand am 15.Oktober in Heidelberg eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aller im Bundestag vertretenen Parteien statt. Für die Grünen nahm Fritz Kuhn, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, an der Diskussion teil, die von SWR-Moderator Christian Scharff geleitet wurde.

Zu Beginn nahm jeder der Diskutanten zur aktuellen Lage Stellung. Fritz Kuhn stellte dabei klar, dass die noch zu Zeiten der rot-grünen Bundesregierung auf den Weg gebrachten Reformen, nämlich die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, im Kern richtig waren. Inzwischen habe sich aber gezeigt, dass bei der Maxime „Fördern und fordern“ das Fördern zu schwach und das Fordern zu heftig umgesetzt wurde. Die aktuelle Debatte um die Erhöhung des Hartz-IV-Satzes um 5 Euro wirkt hingegen zynisch. Diese Zahl sei schöngerechnet und entspreche nicht dem wirklichen Bedarf, so Kuhn. Soziale Gerechtigkeit hängt jedoch vor allen Dingen von der Verteilung von Chancen ab. Alle Kinder müssen die gleichen Zugangschancen zur Bildung erhalten. Dies müsse der Kern der Diskussion sein, und nicht ein Bieterwettbewerb um die höchsten Transferleistungen, wie es die Linke gerne sehen würde. Dauerhafte soziale Gerechtigkeit lässt sich nur über die Herstellung der Zugangsgerechtigkeit erreichen.  Das Publikum beteiligte sich sehr rege an der anschließenden Diskussion. Dabei wurde überwiegend die aktuelle schwarz-gelbe Politik im Bund sehr kritisch gesehen. Nach zwei Stunden endete schließlich die kurzweilige Runde.


Weg von der Droge!
Gastbeitrag in "Die Zeit" vom 14. Oktober 2010

Fraktionsbeschluss Grüne Rohstoffstrategie
Vom 1. September 2011, Erarbeitet von der Projektgruppe Rohstoffe unter Leitung von Fritz Kuhn

Grüne Industriepolitik
Thesenpapier zur Grünen Zukunftskonferenz 2011

Die Energiewende ist in Gefahr
Thesenpapier vom März 2012